Unser Konzept
Unser oberstes Arbeitsprinzip ist die Erhaltung und Vitalisierung alter Obstbäume.
Davon ausgehend, daß Obstbäume zwischen 100 -200 Jahre alt werden können, versucht obstbaumschnitt.de möglichst viele alte Obstbaumschätze langfristig vor der Motorsäge zu bewahren. Sogenannte abgängige (sterbende) Bäume können durch den richtigen Schnitt verjüngt und vitalisiert werden, und finden wieder zurück ins blühende Leben.
Die Firmenphilosophie von obstbaumschnitt.de basiert auf der Definition des geschnittenen Obstbaumes als europäischer Bonsai in anderem Maßstab. Wie auch der asiatische Bonsai wird der Obstbaum regelmäßig geschnitten und existiert nur als kulturelle Schöpfung, als durch den Menschen veredelte Natur. Er ist nichts anderes, als ein Bonsai in größerem Maßstab, das 10fache des chinesischen Bonsais und das 40 fache des japanischen Bonsais. Hierbei entwickelt der europäische Obstbaum von seinen Schöpfern meist unbemerkt eine vergleichbare Ästhetik des Knorrigen, des verwachsen, romantisch Schönen. Daß er auch noch die Fähigkeit besitzt, Früchte zu tragen, Menschen mit Nahrung zu versorgen, ist ein weiterer Vorteil.
Unsere Schnitttechnik hat sich über die Jahre sehr gut bewährt und wir konnten so viele Bäume retten, die Früchte qualitativ und quantitativ verbessern, verkümmerte Bäume wiederbeleben und ihnen zu neuer Vitalität verhelfen.
Die spezielle Vorgehensweise von obstbaumschnitt.de ist seit 1992 in Hamburg und Umgebung vom Team der Firma Olaf Dreyer Gartenkunst entwickelt worden. Neben den speziellen Techniken im Schnitt und Schnittzeitpunkt ist ein wichtiges Element, daß wir uns regelmäßig und langfristig durchschnittlich zweimal jährlich um die Bäume kümmern.
Um effizient und kostenorientiert arbeiten zu können, stellen wir je nach Stadtgebiet Touren zusammen. Somit fallen zusätzliche Fahrtkosten und unnötige Wege weg.
Bei Vorbesichtigungen und zum ersten Kennenlernen kommen wir gerne auf unserer Tour bei Ihnen vorbei, eine extra Anfahrt ist nur in Sonderfällen oder bei größeren Pflanzungen möglich.
Wir fahren Touren
Wir stellen Touren zusammen und betreuen unsere Kunden nach Gebieten aufgeteilt. Durch diese aufwändige Planung fallen für Sie in der Regel keine Anfahrtskosten an und wir reduzieren die Fahrtkosten.
Referenzen, Projekte
Unsere Referenzen, eine Auswahl:
Wir schneiden seit 1995 die ca. 2000 Obstbäume der Fritz Schumacher Siedlung in Hamburg Langenhorn. Der zur Hälfte älter als 50-jährige Obstbaumbestand wird seit 1927 regelmäßig gepflegt und ist eine einzigartige Sammlung alter Obstsorten auf gesunden alten Bäumen.
Wir schneiden einen alten Obstgarten in der Nähe von Schwerin mit Bäumen, die teilweise 150 Jahre alt sind. Wir arbeiten für Bund und Nabu und betreuen Streuobstwiesen der Hansestadt Hamburg.
Wir vermitteln im gesamten Bundesgebiet Obstbaumschnitter, die nach unserem Konzept vorgehen. Natürlich sind wir auch jeder Zeit auf der Suche nach weiteren Kooperationspartnern.
Obstbaumerhaltung
Sieben Gründe, einen Obstbaum nicht zu fällen:
Wir glauben, dass die meisten Bäume nicht gefällt werden müssen.
1. "Der Obstbaum ist schon zu alt."
Obstbäume können sehr alt werden. Birnen können 200 Jahre, Äpfel 150, Pflaumen und Kirschen 120 Jahre alt werden. In "Menschenalter" gerechnet ist ein 80-jähriger Obstbaum gerade mal 35 bis 55 Jahre. Wenn ein Obstbaum an seine Altersgrenze stößt, ist er meist ein sehr schöner alter und majestätischer Baum. Es überrascht immer wieder, wie schnell und leicht sogenannte vergreiste Bäume, solche die kaum noch Jahrestriebe machen, nur noch viele sehr kleine Früchte erzeugen, durch einen moderaten Winterschnitt über mehrere Jahre wieder ins blühende Leben zurückgeholt werden können.
2. "Der Obstbaum ist krank."
Kein Grund zum Fällen, sondern Zeit für ein paar Fragen.
Welche Krankheit hat der Baum? Warum ist der Baum krank? Wie kann der Baum gestärkt werden, damit er sich gegen Krankheit zur Wehr setzen kann? In einigen Fällen gehört eine Krankheit sogar zum Baum, wie bei manchen Apfelsorten der Baumkrebs. Und nicht selten kann man gegen Baumkrankheiten fachgerecht vorgehen.
Obstbaumkrebs - ein Video:
3. "Der Obstbaum ist verschnitten."
Das kriegen wir wieder hin. Sie haben sehr schlechte Erfahrungen gemacht? Leider sind manche Bäume so unsachgemäss geschnitten worden, daß sie für immer ruiniert erscheinen. Aber in einigen Jahren können wir die meisten Verunstaltungen wieder korrigieren. Der Baum wird vielleicht nicht mehr so schön, wie er mal war, aber speziell Apfelbäume können einiges aushalten.
4. "Der Obstbaum trägt nicht."
Das kann schon sein. Hat aber meist Gründe, die nichts mit dem Baum zu tun haben. Vielleicht war es während der Blüte zu kalt, die wenigen Bienen schafften die Befruchtung nicht . In manchen Jahren blüht der Baum etwas zu früh oder zu spät. In den letzten Jahren macht vielleicht die Trockenheit dem Baum zu schaffen. Gibt es Fichten in der Nähe, die alles Wasser weggesogen haben? Es gibt so viele Möglichkeiten, fragen Sie uns.
5. "Der Obstbaum ist hohl."
Deswegen muss er nicht gefällt werden. Alle wichtigen Lebensfunktionen des Baumes verlaufen in den äußeren Stammbereichen. Auch ein hohler Baum kann stabil sein. Denken Sie an ein Kantholz von 10cm mal 10cm, dann merken Sie wieviel gesundes Holz Ihr Baum tatsächlich noch hat. Und die Stabilität von rohrförmigen Gegenständen ist bestens bekannt. Gern prüfen wir Ihre Bäume auf Stabilität! Im Zweifel müssen hohle Bäume in der Krone rechtzeitig entlastet werden.
6. "Der Obstbaum ist tot."
Auch hier gilt: Er muß nicht gefällt werden. Ein toter Baum kann als Nistplatz für viele Tiere dienen. In der japanischen Gartenkunst werden tote Bäume wegen ihrer Schönheit jahrelang stehen gelassen und sogar mit aufwändigen Bambusgestellen abgestützt, damit sie nicht umfallen können. Allerdings, wenn es Ihr Auge stört, oder wenn Sie das Holz benötigen, fällen wir ggf. auch einen Baum.
7. "Der Obstbaum trägt zuviel"
Das kann ebenfalls sein. Vielleicht ergibt sich die Möglichkeit, das Fallobst zu versaften. Die modernen mobilen Hydropressen ermöglichen ein schnelles unkompliziertes Verwandeln in köstlichen Saft.Oder lassen Sie doch die Früchte den Vögeln oder geben Sie sie auf den Kompost. In Ausnahmefällen können wir den Baum so schneiden, daß er erstmal nicht mehr trägt.

